Hitlerjunge Salomon
„Du sollst leben“, ein Bühnenstück nach der Buchbiographie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ von Salomon Perel ist mehr als ein Theaterstück. Der junge Jude Salomon, der mit seiner Familie aus Peine in Deutschland nach Lodz in Polen umgezogen ist, um den Nationalsozialisten zu entkommen, findet da nur für kurze Zeit eine sichere Bleibe. Die Eltern und eine Schwester werden in einem Ghetto zwangsumgesiedelt während Salomon und dem älteren Bruder Isaak die Flucht Richtung Osten gelingt. Die Brüder verlieren sich unterwegs und Salomon wird von russischen Soldaten gefangen genommen und in einem Waisenhaus untergebracht. Aber auch hier wird ihm keine Ruhe gegönnt, das Waisenhaus wird von Deutschen Soldaten angegriffen, die Kinder fliehen und Salomon wird von den Deutschen gefangen genommen. In seiner Verzweiflung und Hilflosigkeit – er ist erst 14 Jahre alt - erzählt er, dass er Volksdeutscher ist, und dass alle Verwandten schon im Krieg umgekommen sind. Da er bereits die russische Sprache beherrscht, wird er nun als Dolmetscher für die Deutschen ausgenutzt und an der Front muss er die Feldtelefongespräche der russischen Arme anzapfen und übersetzen. Von diesem Zeitpunkt an muss Salomon seine wahre Identität verschweigen. Ein fürchterlicher innerer Kampf zermürbt ihn zunehmend und um überhaupt die Kraft zum Überleben zu erhalten, entscheidet er sich für ein Leben als Hitlerjunge. Er wird durch sein korrektes und unauffälliges Auftreten sehr geschätzt. Ein deutscher Offizier möchte diesen jungen strebsamen Mann etwas Gutes tun, er adoptiert ihn und schickt ihn nach Braunschweig in die Hitlerjugendschule. Er ist ein guter Schüler und gehört bald zu den besten der Schule. Mit der Zeit lernt er mit seinen zwei Persönlichkeiten zu leben – glaubt er. Er verliebt sich in ein deutsches Mädchen. Sie ist voller Begeisterung für die Nationalsozialistischen Ideen Hitlers und Salomon fühlt sich zunehmend bedrängt. Die Liebe zu Cati (wie sie im Stück genannt wird) kann keine glückliche Entwicklung nehmen. Salomon ist beschnitten, das heißt, er wird nie mit seinem Mädchen eine intime Beziehung haben können ohne sein Geheimnis zu lüften. Dies wiederum würde unwillkürlich zu seinem Untergang führen. Die Situation wird immer brisanter und nachdem sie sich wegen Salomons Zurückhaltung wieder gestritten haben und Cati für einige Zeit verreist, entscheidet sich Salomon seine wahre Identität zu offenbaren. Voller Todesangst erzählt er Catis Mutter die ganze Wahrheit, er bricht zusammen und erwartet nun das Todesurteil. Die Mutter verrät ihn nicht, Cati sieht er nie wieder und so schafft es Salomon den Krieg zu überleben. Das Bühnenstück spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 1998 sucht Salomon die Psychologin Frau Dr. Tauber (Name erfunden) in ihrer Praxis auf. Salomon kann –mehr als 50 Jahre nach Kriegsende – immer noch nicht den inneren Frieden finden und kämpft dauernd mit den zwei Persönlichkeiten in sich. Bilder aus seiner Vergangenheit werden auf der zweiten Zeitebene kurz eingeblendet, sodass die Erlebnissen aus den Kriegsjahren die er Frau Dr. Tauber erzählt für die Zuschauer konkret erlebt werden können. Salomons Eltern haben nie erfahren, welchen Schicksalsweg der Sohn eingeschlagen hat. Der Vater stirbt schon im Ghetto, die Mutter wird vergast. Trotzdem sind es die Schuldgefühle seinen Eltern gegenüber die Salomon am meisten quälen, und schließlich zu der Entscheidung führen, Frau Dr. Tauber aufzusuchen. Die Gespräche über Salomons Vergangenheit die bei Frau Dr. Tauber geführt werden, führen allmählich dazu, dass Salomon den Gedanken realisieren kann, dass er den Eltern gegenüber seine Schuld bekennen und zugeben kann – und ihm dadurch verziehen wird. Die letzten Worte seiner Mutter waren „Du sollst leben“. |
SchulformulareSchulformulareAuf dieser Seite haben wir Ihnen alle wichtigen Formulare der Georgschule Dortmund als PDF - Datei aufgeführt. Weiterlesen |
Der Speiseplan |





